Archive für September, 2018

Haftung des Bauüberwachers bei Schwarzgeldabredevon tcmueller

Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn vom 08.03.2018 kann der Auftraggeber auch keine Gewährleistungsansprüche gegen den Bauüberwacher geltend machen, wenn der Vertrag zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer wegen einer Schwarzgeldabrede nichtig ist. Im konkreten Fall hatte ein Architekt mit dem Bauherrn einen Vertrag über Planung und Bauüberwachung geschlossen. Nachdem die Planung vorlag, hat der Auftraggeber den Auftragnehmer „schwarz“ beauftragt. Dies war dem Architekten auch bekannt. Später haben sich an dem Bauvorhaben Mängel gezeigt. Die Mängelbeseitigungskosten konnte der Auftraggeber gegen den Auftragnehmer nicht geltend machen, weil der Vertrag nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes nichtig war. Daraufhin hat sich der Auftraggeber an den Architekten gewandt. Das Landgericht Bonn hat die Klage gegen den Architekten abgewiesen.

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© Tobias Chr. Müller

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