Archive für März, 2018

Scheinselbstständigkeitvon tcmueller

Der Arbeitgeber, welcher einen oder mehrere Scheinselbständige beschäftigt, läuft weiterhin Gefahr, unverändert hohe Risiken einzugehen. Dies belegen drei aktuelle Entscheidungen. So darf sich nach einem Urteil des LSG Baden-Württemberg die deutsche Rentenversicherung im Rahmen von Betriebsprüfungen auf die Ermittlungsergebnisse des Zolls stützen, die dieser im Rahmen der Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung gewonnen hat. Nach einer neuen Entscheidung des Bundessozialgerichtes ist die Höhe des Honorars ein starkes Indiz für eine mögliche Selbstständigkeit. Daher dürfte in Zukunft die Vergütungshöhe bei der Abgrenzung zwischen selbständiger Tätigkeit und abhängigem Beschäftigungsverhältnis noch stärker zu beachten sein. Nach einer neuen Entscheidung des EuGH haben insbesondere scheinselbständige Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen zeitlich unbegrenzten Anspruch auf Abgeltung nicht genommenen Urlaubs. Damit hat der EuGH ein zusätzliches finanzielles Risiko für Arbeitgeber geschaffen.

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© Tobias Chr. Müller

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